Artikel-Schlagworte: „Zensursula“
Um den anstehenden Sperrverfügungen, Zensurmaßnahmen und so vorzugreifen, untersage ich nun hiermit allen minderjährigen Lesern den Zugriff auf mein Blog. Wer unter 18 ist, darf hier nun nicht mehr mitlesen, da ich sonst ALLES, was in irgendeiner Form entwicklungsschädigend für Jugendliche sein könnte, entfernen müsste. Tut mir Leid, Leute. Bedankt euch bei…
In Holgis aktuellem Beitrag zu Zensursulas Rede vor einem Häufchen alter Menschen hat sich ein Gast kommentatorisch verewigt, der sich wünscht, wir hätten auch so starke Sätze, wie Zensursula. Nur eben als Gegenargumentation. Sätze, die sofort überzeugen. Sogenannte Killerargumente. Argumente, gegen die man, ohne all zu lange darüber nachzudenken, gar nichts haben kann.
Ich schließe mich dem mal unverwunden an. Von daher würde ich mir wünschen, dass mal meine spärlich genutzte Kommentar-Funktion dafür Verwendung fände, um solche starken Sätze zu entwerfen.
Also ran an die Tastatur!
Kann die Indische Botschaft unserer Zensursula bitte auch mal mitteilen, dass ihr gesamtes Vorgehen absoluter Schwachsinn ist? Auf die scheint sie ja wenigstens zu hören, wenn schon nicht auf uns.
Da hat die liebe Bundesregierung ganze Arbeit geleistet. Dank der Begründung der Bekämpfung von Kinderpornografie wird auch eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gegen das Gesetz sehr wahrscheinlich abblitzen, da in diesem Fall sicher niemand gern von einer persönlichen Betroffenheit sprechen will, die Voraussetzung für eine Beschwerde ist. Kluger Schachzug, muss man sagen. Brutal, aber klug.
Das heißt, wir müssen mit einer Beschwerde wohl warten, bis sie auch andere Bereiche betrifft. Dumm nur, dass alle Bereiche, die sie betreffen könnte, im Vorfelde wohl verboten werden und man sich somit grundsätzlich selbst als Verfechter illegaler Machenschaften im Internet darstellen müsste, um die notwendige persönliche Betroffenheit zu erreichen.
Demokratie ausgehebelt.
Darum www.jetzt-abwaehlen.de
Da ich im Internet keinen Geschäften legaler noch illegaler Art nachgehe, bleibt für mich als Gegner von Sperren jeglicher Art Ihrer Meinung nach also nur noch Anarchist oder Kommunist über.
Herr Münkler, selbst ich als Nicht-Politik-Professor weiß sehr wohl, dass Kommunismus und Anarchie in der Theorie zwar gute Ansätze haben mögen und wunderbar funktionieren, in der Realität aber schon mehrfach bewiesen haben, dass sie mit der Natur des Menschen nicht vereinbar sind und am Menschen scheitern, für den sie eigentlich gut sein sollten. Ich propagiere also weder Anarchie noch Kommunismus, da mir sehr wohl bewusst ist, wohin sie führen.
Wenn Sie sich auch nur ein winzig kleines Bisschen mit der Materie, über die sie in der Frankfurter Rundschau referieren, auseinander gesetzt hätten, dann wäre Ihnen bewusst, dass wir Gegner nicht gegen Rechtsprechung im Web sind. Wir fordern kein rechtsfreies Internet. Wir fordern im Gegenteil eine intensive und effiziente Verfolgung von Verbrechern im und um das Web. Wir lehnen lediglich Wischi-Waschi-Symbolpolitik ab, die nichts bewirkt, außer Bürgerrechte einzuschränken.
Aber Ihresgleichen zeigt sich seit einigen Monaten so beratungsresistent, stur und merkbefreit, dass ich mir diese Zeilen eigentlich hätte sparen können. Ich spreche quasi mit einer Wand aus Hohlblockbeton. Aber es hilft zumindest, etwas Frust über den Bullshit abzulassen, den Sie und Ihre Artgenossen in Ihrer grenzenlosen Inkompetenz verzapfen.
Daher zitiere ich in diesem Zusammenhang einmal mehr den Kabarettisten Dieter Nuhr:
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.
Danke. Liebe Güte…
Unser allseits beliebter und respektierter Abgeordneter Wiefelspütz macht klar, dass es sich bei der angestrebten Kinderpornosperre doch um Zensur handelt. Seiner Meinung nach ist das Internet ein rechtsfreier Raum, in dem man nun das Gesetz durchsetzen müsse, indem man illegale Inhalte aller Art sperrt. Und nicht nur illegale Inhalte. Wenn’s nach ihm ginge, dann würden auch verfassungsfeindliche Inhalte und islamistische Propaganda gesperrt werden. Wie weit ist da noch der Schritt, auch politkritische Blogs zu sperren, weil “verfassungsfeindliche Propaganda”?
Danke für diese Klärung, Herr Wiefelspütz. Nicht dass uns das vorher schon klar war, aber es wurde aus Ihrer Riege bisher ja immer noch geleugnet. Nun ist die Katze endlich aus dem Sack. Danke dafür.
Kommenden Mittwoch wird es im Bundestag zu einer Debatte über die Internetsperren. 100.000 Stimmen und mehr bis dahin in unserer ePetition gegen Internetsperren wären nicht verkehrt, um unserem Anliegen noch einmal den zwingend nötigen Druck zu verleihen. Ran an die Buletten, Leute! Jeder sollte nochmal eine Stimme mehr für die Aktion werben, dann haut das auch hin. Ich hab gleich noch eine mehr.
04.05.2009 – Für ein freies Internet – Die Petition gegen Internetzensur
- Update – Petition knackt 10.000 Mitzeichner Marke – 50.000 werden benötigt
- Und es werden stetig mehr. Weiter so, liebe Leute!
Es werden 50.000 Mitzeichner gebraucht. Voten, Leute, voten!!! Es geht um eure Meinungsfreiheit.
- Und es werden stetig mehr. Weiter so, liebe Leute!
- Update – Es geht auf 20.000 zu, weiter so, noch 30.000
- Werbung dafür auch im richtigen Leben machen, Leute! Hier im Internet tummeln sich zwar einige, die unterschreiben könnten, aber viele davon haben dies bereits getan. Es muss mehr werden! Viel mehr!
- Update – Jetzt als Kurzlink über meine Domain
- Lässt sich leichter verteilen; ein permanenter Redirect:
http://petition.seveq.de
- Lässt sich leichter verteilen; ein permanenter Redirect:
- Update – 20.000 Zeichner geknackt
- go go go!
- Update – Eine Seite, die das ganze mal grafisch darstellt; alle 10 Minuten aktualisiert:
- http://sejmwatch.info/petition-internet-zensur.html
- Die Hälfte der notwendigen Stimmen ist bereits erreicht. Weiter so!!!
- Update – Yeah, 40.000er Marke geknackt – weiter, weiter, weiter!
- Update – Es geht hart auf die magische 50.000 zu
- Noch etwas über 1.000 Stimmen, Leute! Gas!!! Und danach vor allem nicht aufhören zu zeichnen!
Update – 08.05.2009 – WIR HABEN ES GESCHAFFT!
50.000 Stimmen sind erreicht, der Petitionsausschuss wird sich mit dem Anliegen beschäftigen müssen. Zeichnet trotzdem weiter!
Ich sehe da allerdings inzwischen eine Gefahr auf uns zukommen. Was wenn die Bundesregierung den Plan nun ablehnt? Das führt möglicherweise dazu, dass diejenigen Wähler, die aus diesem Grund entgegen ihres normalen Wahlverhaltens Die Piratenpartei oder andere Parteien, die die Bürgerrechte achten, gewählt hätten, nun wieder CDU oder SPD wählen, weil kann man ja wieder machen, sind ja von ihrem Plan abgewichen.
Leute, glaubt bitte nicht, dass sich durch die mögliche Absage an den Gesetzesentwurf aufgrund der Petition an der Einstellung der CDU und der SPD auch nur das geringste ändern wird! Sie werden weiterhin unausgegorene, menschenverachtende, verfassungsfeindliche Gesetze in den Bundestag/Bundesrat werfen und Proteste werden weiter gehen müssen. Es sind schließlich immer noch die selben Personen.
Update – 09.05.2009 – Verhandlung findet erst nach der Wahl statt
Nach einem Bericht des Spiegels findet die Verhandlung über die Petition erst nach der Wahl statt. Nach Ende der Zeichnungsfrist am 16. Juni muss der Ausschuss noch ein paar Formalitäten erledigen, dann kommt das Sommerloch und danach ist Wahlkrampf angesagt. Die Wähler sind also unwichtig. Danke.
Update – 11.05.2009 – Schlechte Ideen
Wenn man schon zeichnet, dann sollte man sich an die gegebenen Bedingungen halten. Anonym zeichnen geht nicht. Da könnte ja jeder kommen. Dann das Zeichnen lieber lassen, weil so führt ’s die Sache ad absurdum.
Die Debatte im Bundestag
Erste Lesung des Gesetzesentwurfes
- Kleine Anfrage eines Abgeordneten Der Linken aus dem schönen Sachsen (Lesen!)
- Das erinnert ein wenig an den Fall Marc Dutroux
- Eine Statistik von Christian vom MOGIS (MissbrauchsOpfer Gegen Internet Sperren)
Update 30.04.2009
netzpolitik.org stellt die dreisten 13 Lügen der Ursula “Zensursula” von der Leyen richtig. Eine komplette Demontage sämtlicher Argumente. Absolut lesenswert. Leider erreicht es die breite Masse nicht, sondern nur diejenigen, denen das alles sowieso schon bekannt ist. Wie immer, wenn es im Web um politische Dinge geht.
Aber wie kann man die breite Masse erreichen? Wie kann man wirklich an den Wähler herantreten, die Informationen wirklich verbreiten im Sinne des Wortes?
Ich weiß es nicht. Einfach lesen: http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/


