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Fanboy, aber nicht uneingeschränkt…
Also ich finde ja gut, was Microsoft momentan so an Software auf den Markt wirft. Das hat alles irgendwie doch Hand und Fuß. Windows 7 ist klasse geworden, das .NET Framework sucht meines Erachtens seinesgleichen vergeblich, Silverlight ist in meinen Augen das bessere Flash und an der Office Suite führt für vernünftiges Arbeiten mit Dokumenten, Daten und Briefen auch kaum ein Weg so wirklich dran vorbei. Open Office, okay, hab ich mir lange nicht angesehen. Aber am Markt etabliert hat sich nun mal die Software aus Redmond. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Aber!
Ich als MS-Produkte-Fanboy distanziere mich entschieden von der Darstellung, das Internet sei ein einziger Hort von Kriminellen, die sich nicht an Recht und Gesetz hielten.
Natürlich gibt es im Web kriminelle Subjekte, wie auch im richtigen Leben. Das liegt einfach in der Natur der Sache: das Internet wird fast ausschließlich von Menschen genutzt und es gehört zur Natur des Menschen, dass seine Handlungsbandbreite auch immer kriminelle Handlungen beinhalten wird. Das wird immer und überall so sein, wo viele Menschen agieren. Daran kann man nichts (!) ändern. Gesetze helfen vielleicht, Auswüchse einzudämmen, aber verhindern werden sie sie niemals. Leider beinhaltet die Natur des Menschen auch, dass es beratungsresistente und erkenntnisimmune Individuen gibt, die ihre eigene Art nicht verstehen und nicht akzeptieren wollen, dass der Kampf gegen Kriminalität ein Kampf gegen Windmühlen ist.
Regeln sind gut, daran zweifle ich nicht. Zu viele Regeln bewirken aber genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich bewirken sollen und schaden letztendlich nur noch der gesellschaftlichen Entwicklung. Das Patent- und das Urheberrecht zum Beispiel verlangsamen massiv den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt, weil jede Erfindung, jede Entdeckung erst einmal auf ihre rechtliche Unantastbarkeit überprüft werden müsste. Da dies unmöglich ist, laufen immer wieder Wissenschaftler und Erfinder in die Abmahnfalle von Patenttrollen. Auf der anderen Seite begünstigen derartige Regeln sogar kriminelle Machenschaften anderer Art: dem Ausschlachten von teils sogar versehentlichen und unbewussten Rechteverletzungen Dritter in Form von Abmahnungen in utopischer Höhe. Dieser Abmahnwahnsinn ist nur durch ein überaltertes Urheberrecht überhaupt erst möglich. Und eigenartigerweise trifft es (fast) immer nur den kleinen Mann. Das Urheberrecht in der heutigen Form schützt keine Existenzen, es vernichtet sie.
Vielleicht ist das alles aber auch gewollt. Dass das Internet Teilen der Regierungen vieler Länder ein Dorn im Auge ist, ist nur zu verständlich, denn das Internet kostet sie Macht, die es auf der anderen Seite den Menschen am unteren Ende der Macht-Leiter wieder gibt. Es fördert den demokratischen Gedanken, es fördert Basisdemokratie und untergräbt die Autorität der etablierten Mächte und Eliten. Kein Wunder, dass man das irgendwie unterbinden und regulieren muss und will, wenn man es irgendwie kann. Auch das ist leider ein Teil unserer Natur: Machtgier. Vielleicht ist das Abmahnwesen ein gutes System, um unliebsame (staatskritische) Subjekte auf einfache Weise beiseite zu räumen. Ein Staatsfeind wird nicht mehr körperlich liquidiert, sondern existenziell (Abmahnung) und gesellschaftlich (Pädophilie). Ist viel einfacher und viel effektiver.
Leider gibt es nun auch solche, die aus Profitgier andere in ihrer Machtgier unterstützen. Peinliche Aktion, liebe “Microsoft-Deutschländer”. Peinliche Aktion, wirklich!
Studien töten
Manche Studien sind eine Gefahr. Nicht nur für den Geldbeutel gebeutelter Beuteltierhalter und das Zwerchfell, sondern auch für die Gesundheit. Denn wenn schon Eltern gesundheitsgefährdende Generatoren anschmeißen, damit ihre Sprösslinge im dunkeln Schutzkeller drunten nicht permanent rumquengeln, sondern brav Counter Strike zocken, womit dann möglicherweise Kohlenmonoxid-Vergiftungen einhergehen, dann ist der Energiebedarf einer solch wirklich essenziell wichtigen Studie doch nicht zu unterschätzen.
Wie viele arme Wissenschaftler und Labormäuse mussten wohl ihr Leben lassen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass Computerspiele Kohlenmonoxid-Vergiftungen auslösen können? Wie viele Menschen, frage ich, müssen noch sterben, sei es an Kohlenmonoxid oder Sauerstoffmangel vom Lachen, bevor die Politik dieser hoch gefährlichen Software endlich ein Stoppschild umhängt?


