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Artikel-Schlagworte: „Kino“

Kinobesucher mit Nachtsichtgeräten ausgespäht

Da geht man abends ins Kino, um sich einen guten Film reinzuziehen, vielleicht auch aus anderen Gründen, aber sicher nicht um einen miesen Cam-Rip davon zu machen, den es sowieso schon mehrfach im Internet gibt, und was erhält man? Zwei bezahlte Voyeure, die einen dabei beobachten, wie man lieber mit der hübschen Sitznachbarin fummelt, anstatt sich den Film anzusehen. Danke, Warner Bros.

Ich mein, macht ruhig weiter so. Verarscht und terrorisiert weiterhin die einzigen Leute, die euch noch Geld in die Kassen bringen. Treibt weiter eure Spielchen mit euren ehrlichen Kunden. Dann wird es auch für die illegalen Filesharer irgendwann kein Material mehr geben, das sich zu verteilen lohnt. Vernichtung durch Austrocknung. Eine wahrlich erfolgversprechende Strategie. Nicht einmal wirklich schade, dass du, liebe Content-Mafia, dabei selbst zum Kollateral-Schaden wirst.

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Brackwasser

“Immer frisch, direkt von der Quelle” heißt es bei www.klatsch-tratsch.de. Wasser kann auch sehr frisch aussehen, wenn man genauer hinschaut aber voller Keime sein. Schaut man sich diese Meldung genauer an, bekommt man das Kotzen schon vor dem eigentlichen Konsum.

Wie schlecht darf ein Artikel recherchiert sein?

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Epic Fail

Leute, das ist Martin Sheen, nicht Michael Sheen. Kommt hinzu, dass andere Medien diesen Mist mal wieder unhinterfragt übernehmen.

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Raubmordkopierer

Ein sehr schöner Beitrag zum aktuellen Mode-Thema “Content-Mafia vs. böser Raubkopierer”:

http://www.xrel.to/2008-09-05/436/Hart-aber-ge-raecht.html

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Volksverdummung im Kino angekommen – Part 2

Sowas… Leute gibt es, die gibt es gar nicht.

Wir waren gestern mal wieder im Kino – Cinestar Bremen diesmal. Geschaut haben wir 8 Blickwinkel. Von der Handlung her ein bisschen flach, hätte mir mehr Tiefgang erhofft, aber insgesamt ein brauchbarer Film. Alles, nur in keinster Weise irgendwie zum Lachen, also lustig. Wieso ich darauf anspreche? Nun…

Weniger brauchbar war hingegen der Typ neben mir. Anfang 50 schätze ich, Pornobalken… eigentlich ganz normal. Hätte er nicht die nervige Angewohnheit gehabt, während des ganzen Films zu lachen und jede Szene zu kommentieren. Selbst in einer Szene, wo ein Rettungswagen auf der Seite auf ein kleines völlig verängstigtes Mädchen zu rutscht, ist der Kerl neben mir nur am lachen.

Kurz vor Ende des Films – der Film war kürzer, als ich erwartet habe – hab ich ihn mal drauf angesprochen. Das kurze Gespräch lief ungefähr folgendermaßen ab:

Ich: “Entschuldigen Sie mal, müssen Sie eigentlich jede Szene kommentieren?”
Er: “Wieso?”
Ich: “Weil uns das ein bisschen stört, wissen Sie?!”
Kommentar aus der Reihe vor uns: “Ich würde den Film auch gerne sehen!”
Er (zu mir): “Dann dürfen Sie nicht ins Kino gehen!”
Ich (völlig von der Rolle): “Hä? Nein, dann dürfen SIE nicht ins Kino gehen. Kommentieren können Sie zuhause. Stellen Sie’s bitte ein!”

Danach war er ein bisschen ruhiger. Aber nur ein bisschen. Gelacht hat er immer noch über alles mögliche.

Ich frage mich manchmal wirklich, mit was die Leute im Kopf herum laufen. Hirn ist es jedenfalls nicht. Oder wenn doch, dann ist es nicht angeschlossen. Soll ja vorkommen. Er hat seins – falls er eines besitzt – jedenfalls zum Kinoabend zuhause gelassen.

Mal eine Frage: wenn ich ins Kino gehe, dann kann ich dort doch absolute Ruhe erwarten, oder? Oder nicht? Muss ich es ertragen, daß da ständig einer neben mir redet? Ich mein, mal abgesehen von Lachern in Situationen die wirklich komisch sind. Also in Komödien, wo alle lachen. Nicht in einem Thriller, wie 8 Blickwinkel.

Man man…

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Volksverdummung im Kino angekommen

Eigentlich wollten wir uns gestern einen schönen Männer-Kinoabend machen. Sneak-Preview, also auch scheiß egal, was für ein Film läuft, hauptsache Kino. Und NUR Kino.

Ich bin ja schon lange nicht mehr so begeistert vom Cinemaxx, gehe lieber ins Cinestar Bremen (Kristallpalast). Der Boden im Cinestar klebt nicht, die Sitze sind zumeist sauber, der Ton ist nicht ganz so laut, wie im Cinemaxx (was soll das? Ich bin nicht taub! Kino-Feeling hin oder her)… alles in allem find ich das Cinestar besser, als das Cinemaxx. Was mich aber nicht davon abhalten sollte, das Cinemaxx Hamburg-Dammtor gestern mal wieder zu versuchen. Vielleicht hat sich ja was getan.

Ja… es hat sich was getan. Das kann ich euch sagen! Allerdings dachte ich nicht, daß es noch weiter in die Niveaulosigkeit absacken kann, als ohnehin schon. Aber von Anfang an:

19:15 – Wir kamen da also im Kino an, einige Minuten zu früh, macht aber nix, muss man halt warten. Wir warteten. 20:15 sollte die Vorstellung losgehen. Also gut ‘ne Stunde zu früh… schön, dachten wir uns, setzen wir uns halt in die Cocktailbar. Tja, Pustekuchen. Die Cocktailbar war wegen einer Veranstaltung des TK Anbieters ‘Alice’ (Hansenet) geschlossen. Wir setzten uns dann irgendwo in die Ecke und warteten. Ohne Cocktails.

20:00 – wir begaben uns dann mal so langsam in Richtung Kino 3, wo die Sneak Preview gezeigt werden sollte. Wir dachten uns, hey, langsam muss da ja mal Einlass sein. Eine kleine Menschenansammlung hatte sich da schon gebildet vor dem Kino. Und eine komische Absperrung, ein Tresen, ein Mischpult, ein DJ, viel Lichteffekte und derbe laute Drecksdisko-Musik. Das ging einem schon nach 2 Minuten auf den Sack. Gut, 20:02 Uhr, der Film sollte ja in ein paar Minuten anfangen. So lange werden wir das wohl ertragen.

20:15 – immer noch kein Einlass. Die Menschenansammlung wird immer größer, die Musik immer nerviger, die Gesichter immer ärgerlicher.

20:30 – Einlass? Nein. Die Absperrung wird zwar geöffnet, alle strömen in Richtung Kino-Tür. Die bleibt allerdings geschlossen. Stattdessen verteilt irgendwie so’ne komische Tussi ‘ne merkwürdige Cola, ‘n ekeliges Bier und noch irgendein Gesöff… Wir fühlten uns wie auf einer Kaffee-Fahrt. Es fehlten nur die Rheuma-Decken. Und wirklich nervige Disko-Musik. Niemand sagt uns mal, wann’s endlich losgeht.

20:45 – Wow! Einlass! Endlich den Film schauen. Der Fußboden klebt, die Sitze sind dreckig, die restlichen Kinobesucher wohl zum größten Teil mit einem höheren Blutalkohol als IQ gesegnet… Fehlt nur noch ein Film wie Knut Der Eisbär (oder wie auch immer dieser Mist heißt) und der Abend wäre endgültig gelaufen.

20:50 – Irgendwas quitscht da in meinen Ohren… hat da einer die Türscharniere nicht geölt? Moment, das klingt wie Wörter. Da steht da unten ein Weib mit einem Mikrofon in der Hand und einer Stimme, für die sie einen Waffenschein bräuchte und entschuldigt sich für die lange Wartezeit – auch im Namen der Sponsoren XYZ-Cola, Bier-Gesöff und Blah Blubb. Dafür sollte es dann auch vorm Film keine Werbung mehr geben. Danke!

Dann können wir ja jetzt endlich anfangen… Nicht? NICHT! Nein, vorher müssen erst noch Freikarten für’s Kino unter die Leute gebracht werden – anders kriegen die wohl keine Besucher mehr ran. Also heißt es, wer am lautesten die Antwort auf eine Frage durch den Kino-Saal brüllen kann, kriegt 2 Freikarten. Und ihr dürft mal raten, was die Frage war! “Welche 3. Staffel läuft jetzt demnächst im Fernsehen an, also von welcher Sendung?”… Keine Ahnung, wirklich nicht. Interessiert mich auch nicht die Bohne. Scheiß Fernsehdreck. Warum geh ich denn ins Kino? Damit ich genau DIESEN Mist nicht ertragen muss. Danke! Und was war’s nun? “Germany’s Next Topmodel” – was auch sonst?! Super! Wayne interessiert’s? Mich nicht, ich will verdammt nochmal den Film sehen.

Leider hatte die junge Dern nicht nur 2 Freikarten auf der Hand. Die nächste Frage war nun, wer diese Schwuchtel diesen warmen Bruder Bruce Darnell kennt. Ich WILL den gar nicht kennen! Ich frage mich manchmal wirklich, ob’s für’s Fernsehen nur noch Quoten-Homos gibt. Noch dazu ist es eine schwarze Schwuchtel ein dunkelhäutiger Homosexueller. Nicht daß ich was gegen Farbige hätte, aber diese Knalltüte… naja… wie dem auch sei. “Wer kennt Bruce Darnell?” – oh, wie sie alle hier schreien. Ist den Leuten wohl peinlich. Naja, einigen ist die Freikarte dann doch mehr wert, als der eigene Ruf, melden sich doch tatsächlich zwei Typen aus den Reihen vor uns. Um nun an die Freikarten zu kommen reichte es aber nicht, Bruce bloß zu kennen. Nein, sie sollten ihn auch noch immitieren! Das war zum Glück nicht schwer. Ein dämlicher Spruch über die Gang-Art eines Models unter Alkoholeinfluss in durch die Nase gesprochenem Halb-Deutsch, schon stand der Sieger fest. Danke!

Nun endlich den Film… Nein? Nein! Noch zwei Karten wollten unter die Leute. Mich kotzte die Sache nun schon seit geraumer Zeit wirklich so richtig an. Ich wollt halt nur noch wissen, was für ein Film kommt. Sonst wäre ich schon längst gegangen. Meine Neugier obsiegte dort also auch über meinen Drang, dieser Peinlichkeit zu entrinnen. Nun, die zwei Karten sollte halt auch noch jemand bekommen, damit in der nächsten Woche überhaupt irgendwer ins Cinemaxx geht. Also nächste Aufgabe: es sollten sich zwei finden, die an einem Schokoriegel-Wettessen teilnehmen. Zwei Mädels meldeten sich dann freiwillig. Es gab Snickers. Und was tut man nicht alles für ein paar Kino-Karten? Man frisst sogar Snickers in sich herein, wenn man ihn überhaupt nicht mag (Mädel Nr. 2). So bekamen dann beide Mädels jeweils zwei Freikarten. Die eine für ihren Sieg und die andere, weil sie “so tapfer” war…

So nun aber endlich den Film! Nein? Nein! Wir müssen ja noch alle Popcorn kriegen. Erinnert mich so ein bisschen an den Film “Gladiator”, wo dem jubelnden Mob Brotlaibe zugeworfen wurden. Wir sind der Mob. Das Fußvolk. Wir wollen unterhalten werden… ich kann nicht umhin, mich davon auszuschließen. Ich gehöre diesem Mob nicht an. Ich will diesem geifernden Getümmel nicht einen einzigen Moment angehören. Das ist nicht mein Niveau. Aber nun saßen wir da und mussten diesen Verdummungsmist über uns ergehen lassen, denn wir wollten wissen, was für ein Film kommt. Wir wollten den Abend noch nicht gänzlich aufgeben. Er hätte es wahrlich verdient gehabt.

21:00 – Mit satten 45 Minuten Verspätung fing nun endlich die Vorstellung an, wegen der wir dort waren. Mit einem Hörsturz, bis zum Zerreißen angespannten Nerven und kochendem Blut saßen wir dort und harrten der Dinge die da noch kommen mochten. Bitte nicht Knut! Alles, nur nicht Knut! Danke! Nicht Knut. “Im Tal von Elah” lief. Ein dokumentarisches Drama über einen Mordfall in den USA im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg, der wohl die gesamte Tragweite des Krieges in seiner Wirkung auf die dort stationierten Soldaten und ihre in der Heimat verbliebenen Verwandten zeigt. Sehr bedrückend, da er auf einer wahren Begebenheit beruht. Guter Film! Die ersten paar Minuten bekamen wir allerdings nur das Bild zu sehen, weil das restliche Publikum von der soeben beendeten show-künstlerischen Darbietung noch so hin und weg war, daß die Party von draußen auch drinnen weiter ging. Irgendwann war das Geknister und Gesabbel dann mal durch, als die Leute merkten, hey, da läuft ja ein Film. Und dann… gegen 21:05 – mit beinahe einer ganzen Stunde Verspätung – konnten wir endlich (mit kurzen Unterbrechungen durch irgendwelche Vollpfosten) in den Film eintauchen.

Fazit: Ey, isch schwör! NIE WIEDER CINEMAXX!

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Tor!

Lustig, wen man so alles im Kino trifft.

Gestern Abend (07.02.2008 – 20:15) schauten wir uns im Cinestar Kristallpalast Bremen “Cloverfield” an. Geiler Film! Kann man wirklich nicht anders sagen. Spannung bis zum (Spoiler: nicht vorhandenen) Ende. Geil gemacht, echt. Arsch krass.

Viel witziger fand ich aber, wer da im Kino neben uns saß: Petra und Torsten Frings.

Die Welt ist ein Dorf.

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