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Gewiefelter Spütz

Mai 24, 2009 in Fundstücke, Politik von SeveQ

Wiefelspütz-Watch

Was bringt einen Politiker dazu, auf Abgeordneten-Watch Antworten zu verfassen? Anscheinend gar nichts, wenn man unserem MdB Dr. Wiefelspütz zuhört. In einer neuerlichen Antwort auf eine Frage eines Bürgerlichen antwortete er eingangs mit folgenden Worten (Quelle: abgeordnetenwatch.de):

haben Sie einmal überlegt, wie viel Zeit es kostet, persönlich eintausenvierhundertundelf Fragen bei abgeordnetenwatch zu beantworten? Ich glaube nicht, daß es zu meinen Pflichten als Mitglied des Deutschen Bundestages gehört, mich bei abgeordnetenwatch zu beteiligen. Zunehmend komme ich zu dem Ergebnis, daß Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht beteiligen, vielleicht doch besser beraten sind.

Natürlich kostet es Zeit. Alles kostet Zeit. Als Politiker hat man in einer Demokratie aber die heilige Pflicht, sich mit dem Volk auseinander zu setzen, Herr Dr. Wiefelspütz. Das scheinen Sie noch nicht ganz verinnerlicht zu haben. Man kann Ihre Aussage so deuten, dass Kollegen, die sich überhaupt nicht mit dem gemeinen Fußvolk beschäftigen überhaupt und sowieso am besten dran sind. Ihnen, Herr Dr. Wiefelspütz, ist Ihre Zeit wohl zu kostbar, um sie mit dem gemeinen Volk zu verschwenden.

Herr Dr. Wiefelspütz, ich betone noch einmal, dass wir in einer Demokratie leben. Sie sind gewählter Diener des Volkes, nicht mehr und nicht weniger. Sie haben zu tun, was das Volk von Ihnen fordert, nicht umgekehrt. Der Umkehrfall nennt sich Sklaverei, Lehnswesen, Feudalismus, und ist – eigentlich – seit einiger Zeit abgeschafft. Zumindest in unserem Land. Aber vielleicht stammen Sie aus einer Zeit, in der es noch überlebenswichtig war, dem Adel Respekt entgegen zu bringen, wollte man nicht auf dem Scheiterhaufen landen. Herr Dr. Wiefelspütz, diese Zeiten sind lange vorbei! Kommen Sie endlich mal in der Realität und vor allem im neuen Jahrtausend an!

Update:

Wer die Netzgemeinde nicht ernst nimmt und wie Dreck behandelt, der wird in Zukunft auch nicht mehr ernst genommen und wie Dreck behandelt. Letzten Endes ist die Frage, wer von uns am längeren Hebel sitzt. Vielleicht sollen Sie darüber einmal nachdenken, Herr Dr. Wiefelspütz. Denn WIR sind WÄHLER!

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von SeveQ

Der Ton macht die Musik (updated)

Mai 10, 2009 in Öffentlichkeit, Politik, Wir von SeveQ

Ich bin ja schon lange der Meinung, dass mal jemand unsere Politiker wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen muss. Keine Ahnung wer das machen soll, aber es ist lange an der Zeit. Wer solch haarsträubende Äußerungen von sich gibt, ist falsch in seinem Amt. Denn eines ist offenbar in Vergessenheit geraten: Politiker sind in einer Demokratie eigentlich nicht Herrscher über das Volk, sondern auserwählte Diener des Volkes, die zu tun haben, was ihnen das Volk diktiert. Darum heißt es Demokratie – Die Macht geht vom Volke (gr.: ‘demos’) aus.

Was mich mal wieder anpisst? Genau gesagt Herr Wiefelspütz. Man lese sich bei Abgeordnetenwatch seine Antwort auf eine gezielt gestellte Frage durch. Auch als lokale Kopie:

abgeordnetenwatch.de- Dr. Dieter Wiefelspütz_1241953281231

IHM gefällt der Tonfall der Frage nicht. Soso. Aber sein Tonfall ist in Ordnung oder was?

Ich habe ihn auf Abgeordnetenwatch mal ebenfalls zu seiner Meinung zum Begriff “Demokratie” gefragt. Mal schauen, was dabei raus kommt. Hier meine Fragestellung (für den Fall, dass er wieder der Meinung ist, ich hätte keinen Respekt):

Sehr geehrter Herr Dr. Wiefelspütz,

 

Ihnen gefällt der Tonfall des Herren Rossrucker nicht. Angeblich mangele es ihm an Respekt.

 

Gehe ich daher recht in der Annahme, dass Sie Demokratie als eine Regierungsform verstehen, bei der die Regierung die Allmacht über das Volk besitzt und entsprechend mit Respekt behandelt werden muss?

 

Ist es nicht eigentlich so, dass Demokratie von den griechischen Worten ‘demos’ und ‘kratia’ abstammt und daher übersetzt heißt: "Die Herrschaft geht vom Volke aus"? Müssten daher nicht eigentlich Sie, Herr Dr. Wiefelspütz, dem Volke und dem Bürger und damit auch Herrn Rossrucker Respekt erweisen und dankbar sein, dass es – das Volk – Sie in ein solch hohes Amt gewählt hat, statt es mit Totschlag-Argumenten zu bedenken, wenn eine berechtigte Frage gestellt wird?

 

Ihre Meinung in diesem Punkt interessiert mich sehr, Herr Dr. Wiefelspütz.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Update – 15:41

Frage wurde von Abgeordnetenwatch abgelehnt mit der Begründung, es handle sich um einen Kommentar, nicht um eine Frage zu einer Stellungnahme.

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