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Selbstmordattentäter verzichten jetzt auf Attentat

Januar 17, 2010 in Die Welt, Öffentlichkeit, Sicherheit von SeveQ

Hmm… kommt einem schon komisch vor. Es scheinen sich die Fälle zu häufen, dass deutsche Soldaten in Afghanistan Zivilisten über den Haufen ballern, die mit ihrem Auto auf die Soldaten zugerast sind. Es entsteht ein Bild in meinem Kopf, das nur zwei Schlüsse zulässt:

  1. Der/Die Fahrer des Wagens sind wirklich so dämlich, dass sie glauben, die Soldaten schießen nicht, wenn sie in (vermeintliche) Gefahr geraten (ich würde, wenn in einem Kriegsgebiet ein Irrer in ‘nem Auto auf mich zubrettert)
  2. Der/Die Fahrer wissen genau, was sie da tun, und sorgen (Märtyrer Light) dafür, dass die Soldaten einer nach dem anderen von der deutschen Justiz entwaffnet/abgeholt werden. Entsorgt Besatzer und spart auch noch Sprengstoff.
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USA setzen Prioritäten

Januar 15, 2010 in Fundstücke, Öffentlichkeit, Satire, Sicherheit von SeveQ

Flugsicherheit wird in den USA groß geschrieben. Besonders nach dem vereitelten Anschlag von Detroit… Die USA setzen eben Prioritäten, wie man auch sehr schön an der perfekt funktionierenden Terroristen-Liste sehen kann, aufgrund derer noch kein noch so gefährlicher Terrorist durch’s Netz geschlüpft ist.

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Schere weiter geöffnet

Januar 14, 2010 in Buchempfehlung, Die Welt, Kurzkommentare, Öffentlichkeit, Politik von SeveQ

Berlin schafft die dreigliedrige Schulform ab. Neben dem Gymnasium gibt es fortan nur noch die Sekundarschulen. Ein guter Schritt? Ich fürchte nicht. Was wird nun geschehen? Es ist doch nun eine ganze Bildungsschicht quasi über. Die muss irgendwo hin. Die vorher nach Leistung auf drei Schulen aufgeteilten Schüler werden nun in zwei Schulen gepfercht. Das reißt doch das Bildungsgefälle zwischen den beiden verbliebenen Schulformen noch weiter auseinander. Außerdem wage ich zu bezweifeln, dass die Lehrerschaft entsprechend angepasst wird, was wohl zwangsläufig zu qualitativ schlechterem Unterricht an den Sekundarschulen führen dürfte.

Aber das ist jawohl alles gewollt. Ein dummes Volk ist konsumgeil, obrigkeitshörig und glaubt den ganzen Mist, der ihm täglich unter die Nase gerieben wird, ohne ihn zu hinterfragen. Der Rest fügt sich aufgrund seines Minderheitendaseins dann in sein Schicksal. Und so öffnet sich die Armutsschere immer weiter.

 

Ich möchte übrigens in diesem Zusammenhang ein Buch empfehlen. Es ist das traurigste Buch, das ich bisher gelesen habe (hab’s noch nicht durch, lese noch), denn es bildet sehr gut die Realität ab. Es sagt nicht unbedingt viel neues, doch fasst der Autor sehr gut zusammen, was viele eh schon lange wissen, allerdings noch viel zu leise kritisieren. Es ist ein Buch, das Probleme aufzeigt. Gesellschaftliche Probleme, die zumindest gewaltfrei, vielleicht sogar mit Gewalt, unlösbar erscheinen, denn sie scheinen in der Natur unserer Welt und unserer Spezies begründet zu sein. Es zeigt, dass wir, entgegen unserem technologischen Fortschritt gesellschaftlich noch immer im Mittelalter verweilen und sogar Teile unserer Gesellschaft, die diesem entkommen zu sein schienen, nun wieder aktiv in diese Richtung zurück entwickeln:

  • Bildung
    • Berlin (im Buch konkret nicht erwähnt, aber das Thema Bildung allgemein wird beleuchtet)
  • Rechtsstaatlichkeit
    • Zumwinkel, Ackermann
  • Demokratie
    • Wahlen und Koalitionen
    • Minderheitenregierungen
    • negatives Stimmgewicht
  • Gedankenfreiheit
    • Irland, Blasphemie = Straftat (wurde im Buch bisher nicht erwähnt, ist vielleicht zu neu; oder es kommt noch)
  • Aufstiegschancen
    • Quasi-Kastensystem
    • wer in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, hat kaum noch Möglichkeiten, diesen zu entfliehen
    • Vollzeitarbeit am Existenzminimum

Themen, Probleme, die unter anderem (wie gesagt, bin noch nicht durch) direkt oder indirekt in diesem Buch aufbereitet und dargelegt werden, weshalb ich es jetzt schon jedem zu lesen empfehlen möchte. Meine heutige Buchempfehlung daher:

Thomas Wieczorek – Die verblödete Republik
ISBN-13: 978-3426780985

Droemer/Knaur Verlag

8,95 Euro

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Petition gegen Nacktscanner

Januar 11, 2010 in Öffentlichkeit, Politik, Sicherheit von SeveQ

Und es gibt mal wieder eine unterstützenswerte Petition auf der Seite des Deutschen Bundestages, die sich gegen die unsäglichen Nacktscanner richtet. Unterzeichnen!

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Fanboy, aber nicht uneingeschränkt…

Dezember 8, 2009 in Die Welt, Öffentlichkeit, Politik, Web von SeveQ

Also ich finde ja gut, was Microsoft momentan so an Software auf den Markt wirft. Das hat alles irgendwie doch Hand und Fuß. Windows 7 ist klasse geworden, das .NET Framework sucht meines Erachtens seinesgleichen vergeblich, Silverlight ist in meinen Augen das bessere Flash und an der Office Suite führt für vernünftiges Arbeiten mit Dokumenten, Daten und Briefen auch kaum ein Weg so wirklich dran vorbei. Open Office, okay, hab ich mir lange nicht angesehen. Aber am Markt etabliert hat sich nun mal die Software aus Redmond. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Aber!

Ich als MS-Produkte-Fanboy distanziere mich entschieden von der Darstellung, das Internet sei ein einziger Hort von Kriminellen, die sich nicht an Recht und Gesetz hielten.

Natürlich gibt es im Web kriminelle Subjekte, wie auch im richtigen Leben. Das liegt einfach in der Natur der Sache: das Internet wird fast ausschließlich von Menschen genutzt und es gehört zur Natur des Menschen, dass seine Handlungsbandbreite auch immer kriminelle Handlungen beinhalten wird. Das wird immer und überall so sein, wo viele Menschen agieren. Daran kann man nichts (!) ändern. Gesetze helfen vielleicht, Auswüchse einzudämmen, aber verhindern werden sie sie niemals. Leider beinhaltet die Natur des Menschen auch, dass es beratungsresistente und erkenntnisimmune Individuen gibt, die ihre eigene Art nicht verstehen und nicht akzeptieren wollen, dass der Kampf gegen Kriminalität ein Kampf gegen Windmühlen ist.

Regeln sind gut, daran zweifle ich nicht. Zu viele Regeln bewirken aber genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich bewirken sollen und schaden letztendlich nur noch der gesellschaftlichen Entwicklung. Das Patent- und das Urheberrecht zum Beispiel verlangsamen massiv den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt, weil jede Erfindung, jede Entdeckung erst einmal auf ihre rechtliche Unantastbarkeit überprüft werden müsste. Da dies unmöglich ist, laufen immer wieder Wissenschaftler und Erfinder in die Abmahnfalle von Patenttrollen. Auf der anderen Seite begünstigen derartige Regeln sogar kriminelle Machenschaften anderer Art: dem Ausschlachten von teils sogar versehentlichen und unbewussten Rechteverletzungen Dritter in Form von Abmahnungen in utopischer Höhe. Dieser Abmahnwahnsinn ist nur durch ein überaltertes Urheberrecht überhaupt erst möglich. Und eigenartigerweise trifft es (fast) immer nur den kleinen Mann. Das Urheberrecht in der heutigen Form schützt keine Existenzen, es vernichtet sie.

Vielleicht ist das alles aber auch gewollt. Dass das Internet Teilen der Regierungen vieler Länder ein Dorn im Auge ist, ist nur zu verständlich, denn das Internet kostet sie Macht, die es auf der anderen Seite den Menschen am unteren Ende der Macht-Leiter wieder gibt. Es fördert den demokratischen Gedanken, es fördert Basisdemokratie und untergräbt die Autorität der etablierten Mächte und Eliten. Kein Wunder, dass man das irgendwie unterbinden und regulieren muss und will, wenn man es irgendwie kann. Auch das ist leider ein Teil unserer Natur: Machtgier. Vielleicht ist das Abmahnwesen ein gutes System, um unliebsame (staatskritische) Subjekte auf einfache Weise beiseite zu räumen. Ein Staatsfeind wird nicht mehr körperlich liquidiert, sondern existenziell (Abmahnung) und gesellschaftlich (Pädophilie). Ist viel einfacher und viel effektiver.

Leider gibt es nun auch solche, die aus Profitgier andere in ihrer Machtgier unterstützen. Peinliche Aktion, liebe “Microsoft-Deutschländer”. Peinliche Aktion, wirklich!

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Namensrechte einer Stadt

November 25, 2009 in Fundstücke, Kurzkommentare, Öffentlichkeit von SeveQ

In Augsburg sind drei Blogger mit der Domain augsburgr.de auf die Fresse geflogen. Die Stadt entsandte ihre Anwaltsschergen, die 3 Wochen nach Registrierung der Domain den Bloggern eine Abmahnung vor den Latz knallten. Dabei haben die Drei bei der Stadt kurz nach der Registrierung noch angefragt, ob sie den Namen verwenden dürften. Die Antwort der Stadt: kein Ja, kein Nein, sondern eine saftige Abmahnung.

Mir stellt sich hier jetzt die Frage: darf eine Stadt auf einem Namensrecht, also quasi einem Markenrecht gegenüber ihren Bewohnern bestehen? Was ist denn “die Stadt”? Meiner Meinung nach ist die Stadt ihre Bewohner. Somit hat jeder gemeldete Bewohner das Recht, den Namen seiner Stadt zu verwenden, wie es ihm passt. So sehe ich das. Juristen sehen das offenbar anders… Armes Deutschland!

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Großes Krawomms wegen Überwachungscam

November 23, 2009 in Autofahrer und Verkehr, Öffentlichkeit, Sicherheit von SeveQ

Tja, und das kommt dabei raus, wenn man im Volk Angst und Schrecken verbreitet und den Wohnraum mit Überwachungskameras überzieht: in London wurde einem stinknormalen Bürger sein Auto von der Polizei weggebombt, weil er sich – in ihren Augen – wie ein Terrorist verhielt. Was hat er gemacht? An seinem Auto komisch herumgefummelt? Dabei böse in die Kamera geguckt? Gen Mekka gebetet? Nein, er ist nur gelaufen!!!

Die Polizei habe ihn auf einer Überwachungskamera gesehen, wie er, böse böse, sein Auto im Halteverbot einer “sensiblen Gegend” abgestellt und es dann fluchtartig verlassen hat. Äh, liebe Polizisten, man hat es vielleicht auch mal aus anderen Gründen eilig, als dass einem der Ursprungsort demnächst um die Ohren fliegt. Termine? Schon mal gehört? Mag selten vorkommen, ist aber so.

Aber da ja jeder Mensch Terrorist sein kann, sprengen wir halt alles erst mal pauschal in die Luft und fragen hinterher. Man, diese texanische Grundeinstellung “erst schießen, dann (evtl.) fragen” von Dabbelju muss ja wirklich fürchterlich ansteckend gewesen sein. Dass die WTO da noch nicht die Pandemie ausgerufen und zu Zwangsimpfungen gegen aufgefordert hat… tztztz… die Schweinegrippe ist ja gar nichts dagegen.

Ja, und genau das ist der Grund, warum Überwachung grundsätzlich böse ist: es passen eben auch Unschuldige ins Täterprofil. Michael Raphel hatte mit großer Wahrscheinlichkeit auch “nichts zu verbergen”.

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Geht wählen!

September 27, 2009 in Kurzkommentare, Öffentlichkeit, Politik, Wir von SeveQ

Meine Kreuzchen sind gemacht. Und auch ich kann mich dem Aufruf von Markus Beckedahl nur anschließen: Geht wählen! Es wird ernst!

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Gebt uns starke Sätze

August 19, 2009 in Fundstücke, Kurzkommentare, Öffentlichkeit, Politik von SeveQ

In Holgis aktuellem Beitrag zu Zensursulas Rede vor einem Häufchen alter Menschen hat sich ein Gast kommentatorisch verewigt, der sich wünscht, wir hätten auch so starke Sätze, wie Zensursula. Nur eben als Gegenargumentation. Sätze, die sofort überzeugen. Sogenannte Killerargumente. Argumente, gegen die man, ohne all zu lange darüber nachzudenken, gar nichts haben kann.

Ich schließe mich dem mal unverwunden an. Von daher würde ich mir wünschen, dass mal meine spärlich genutzte Kommentar-Funktion dafür Verwendung fände, um solche starken Sätze zu entwerfen.

Also ran an die Tastatur!

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Papiertiger ohne Krallen

August 11, 2009 in Öffentlichkeit, Politik, Sicherheit von SeveQ

In was für einem Land leben wir? Nein, ich spreche dieses eine Mal nicht direkt von Deutschland. Ich spreche von der EU.

In allen Staatsformen, außer vielleicht in der Anarchie, gibt es Gesetze, die durch Judikative gesprochen und durch Exekutive durchgesetzt werden. So auch in Staatenverbünden wie der EU. Es gibt (zumindest in der Demokratie) Gesetze, die dem Schutz der Bürger gelten. Gesetze, die den Bürgern Rechte geben. Und es gibt Gerichte, die dafür Sorge tragen sollen, dass diese Gesetze auch von den Regierungen der Staaten des Staatsverbundes eingehalten werden. So auch in dieser unserer EU.

Auch der Europäische Gerichtshof fällt Urteile, die für die betreffenden Parteien bindend sind. Doch in einem aktuellen Fall von Arroganz und Egoismus entzieht sich ein Land einem solchen Urteil, indem es das Urteil schlicht ignoriert.

Das Urteil: Das Verbot der Speicherung von DNA Daten Millionen unschuldiger Personen

Das Land: Großbritannien

Die Konsequenz: vermutlich gar keine, allenfalls böse Blicke, böse Briefe und ein Zeigefinger mit eintätowiertem “Du du du!”

Weitere Konsequenzen: wird Britannien mit diesem Verhalten durchkommen, werden andere Regierungen diesem Beispiel folgen. Der EuGH verkommt zu einem Papiertiger.

Wozu haben wir denn den EuGH, wenn sich niemand verpflichtet fühlen muss, sich an dessen Urteile, Ver- und Gebote zu halten? Wo sind die Konsequenzen aus einem derart undemokratischen Verhalten? Wer wird sie durchsetzen?

Ich sehe schwarz für die Zukunft Europas, der EU und der einzelnen Mitgliedsstaaten, wenn sich unsere Judikative weiter vorführen, sich unsere Exekutive weiter instrumentalisieren lässt und unsere Legislative weiter wie eine von der Tarantel gestochene Horde Elefanten im Porzellanladen innerhalb weniger Jahre alles kaputt macht, was in den Jahrzehnten nach dem Krieg mühsam erkämpft wurde.

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