Iiiieh, nass…
Januar 24, 2012 in Kleine Erlebnisse von SeveQ
Zur Miete wohnen hat durchaus seine Vorteile. Man muss sich – einen gutmütigen Vermieter vorausgesetzt – um nix kümmern, was mit der Bausubstanz zutun hat. Und das ist viel bei einem Altbau. Bei einem schlechten Vermieter hat man wahrscheinlich Rennerei bis hin zu Mietminderung oder Auszug. Aber wir haben einen gutmütigen Vermieter. Zum Glück. Denn wir haben auch eine nasse Wand. Ausgerechnet in dem Raum, in dem wir uns am häufigsten aufhalten – im Arbeitszimmer.
Nasse Wände sind ekelig. Gerade aus Rigips, Putz und Raufasertapete. Sie sind nass, sie müffeln und sie sind… naja… nass. Ach und sie müffeln. Und irgendwann fangen sie auch an zu schimmeln.
Glücklicherweise ist neben dem nassen Fleck eine Klappe zur Abseite (Kniestock, wie auch immer man das nennen will). Da konnte man, also der Handwerker des Vermieters, mal gucken, wieso die Wand nass ist. Und siehe da, nach einiger Gewalteinwirkung auf die über die Jahre zugewarzte Klappe zur Abseite öffnete sich jene und er, also besagter Handwerker, förderte ‘nen guten Kubikmeter patschnasse Glaswolle zutage. Die lag die ganze Zeit so nass von der anderen Seite an der Wand, und die Wand siffte immer mehr durch.
Jetzt sind wir um einen Kubikmeter nasser Glaswolle und einem halben Quadratmeter nasser Tapete ärmer, aber um eine Erfahrung und eine hoffentlich nun trocknende Wand reicher. Wo das Wasser her kam, das wissen wir immer noch nicht. Aber es scheint, dass es vom Veluxfenster darüber kommt, denn der nasse Streifen ist genau darunter. Wird wohl mal Zeit für ‘ne umfangreichere Reparatur. Aber muss das ausgerechnet in unserem Arbeitszimmer sein? Wie ungünstig… und ekelig.


