Wer heute aus dem Süden mit dem Auto in die Hamburger Innenstadt will, der ist besser beraten, Wolldecken und Verpflegung mitzunehmen. Es könnte eine lange Reise werden. Nein, die Strecken sind nicht länger geworden. Nur voller. Und warum? Weil die “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt” wohl… naja, dafür gibt es eigentlich zwei Varianten: Entweder haben sie die Arbeiten an den Straßen aufgeschoben, bis es wirklich nicht mehr ging (den Eindruck hatte ich bisher nicht, jedenfalls hinterließen die Straßen noch keine bleibenden Schäden an meinem Auto), oder der Einschnitt hat Methode. Jedenfalls platzt Hamburg Süd zur Zeit vor Baustellen aus allen Nähten. Es fehlen nur noch wenige Hauptverkehrswege (S-Bahn und Wilhelmsburger Reichsstraße) und man kommt von Süden her überhaupt nicht mehr in die Innenstadt. Jedenfalls nicht an einem Tag.
Wie ich darauf komme? Nun, ich fahre jeden Montag Morgen von meiner lieben Lebensgefährtin nach Hamburg zur Arbeit. Und da stößt man so *maßlosuntertreibt* auf den ein oder andern kleinen Stau. Das fängt etwa höhe Hollenstedt an. Da ich darauf keine Lust habe, verlasse ich die Autobahn an der AS Hollenstedt und fahre richtung Tostedt, der ausgeschilderten Umleitung nach Hamburg folgend. Die nächste Verkehrsbehinderung folgt dann an der Kreuzung der B3/B75 nahe Trelde. Dort war wohl bis vor kurzem eine Baustelle; jedenfalls war die B3 zwischen Trelde und weiß ich wo bis mindestens letzten Montag (07.05.07) in Richtung Rade voll gesperrt. Der ganze Verkehr richtung Norden quälte sich also über die B75 richtung AS Dibbersen. Lustig war heute Morgen, daß zwar die Sperrung bereits aufgehoben war, jedoch scheint irgendjemand vergessen zu haben, die Linksabbiegerampel umzustellen. Die blieb permanent rot… Kleiner Hinweis am Rande: ist eine Ampel beim Heranfahren bereits rot (hat man das Umspringen nicht mitbekommen), so kann man nach ca. 3 Minuten Wartezeit davon ausgehen, daß die Anlage defekt ist und darf selbstverständlich unter größter Vorsicht und Rücksicht auf eventuellen Querverkehr (Verkehrszeichen sind zu beachten) die Fahrt fortsetzen, das Rotliche also missachten. Naja, jedenfalls standen wir da bestimmt 3 Ampelphasen, bis mein Vordermann mal merkte, daß da was nicht stimmt. Woraufhin wir unsere Fahrt also fortsetzten… Er fuhr geradeaus, ich bog links ab. Die letzten Wochen war ich gezwunge, die Umleitung über Dibbersen zu fahren, aber das grenzte an Selbstmord. Denn ab etwa Standort Obi bis hin zur AS Dibbersen war Stillstand bzw. Schrittgeschwindigkeit angesagt. Wie ich sagte, alles quälte sich über die AS Dibbersen. Ging ja nicht anders. Rade war ja baubedingt gesperrt.
Nachdem man dann erfolgreich die AS Dibbersen erreicht hat, kann man nur hoffen, daß man nicht weiter richtung Hamburg will. Das Maschener Kreuz ist ebenso perfekt verbaustellt, wie so viele andere Hauptverkehrswege.
Ich muss da zum Glück nicht richtung Hamburg, da ich ja erstmal nach Hause will. Also richtung Bremen rauf, nächste gleich wieder ab auf die A261 richtung Elbtunnel. Okay, A261 ist leer, also Feuer frei! Bis etwa Marmstorf. Ich hätte mich dann doch dafür entscheiden sollen, Marmstorf abzufahren, aber ich dachte mir, nun geht’s gerade so schön voran… da bin ich ja über Heimfeld gleich daheim… Fataler Fehler!!!
Da der Elbtunnel ebenfalls eine riesige Baustelle ist, staut sich der Verkehr wohl bis Timbuktu zurück. Die A261 ist ab Marmstorf (nicht sichbar, da Stauenede zumeist hinter der Kurve) ebenfalls zum Parkplatz umgebaut, da auf der A7 richtung Norden auch alles steht. Man braucht von Marmstorf bis Heimfeld (ca. 2000m) ungefähr eine halb Stunde. Und auf die Idee zu kommen, die Standspur bis zur Ausfahrt entlang zu fahren, braucht man erst gar nicht, weil es so freundliche LKW Fahrer gibt, die es einem nicht gönnen, voranzukommen… Sie fahren dann einfach ‘nen Meter weiter rechts rüber und schon geht’s nichtmal mehr auf der Standspur voran… Saftsäcke, ehlendige!
Naja… Aaaaahhh… Zuhause. Okay, Kram ausladen, und wieder los zur Arbeit (keinen Bock, den Mist immer mitzuschleppen). Da ich festgestellt habe, daß man über die A1 (AS Harburg) ungefähr 20 Minuten einsparen kann, wenn man eine kleine Nebenstrecke nutzt (Georgswerder ab, dann richtung Veddel und wieder richtung Elbbrücken; sauber am Stau vorbei), dachte ich mir auch heute Morgen, fährste deine gewohnte Strecke. Und da bin ich dann innerlich explodiert: die “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt” hat auch noch die AS Harburg zwecks Baustelle gesperrt. Also Wende machen und hinten anstellen um wieder auf die Wilh. Reichsstraße zu fahren…
So… und durch die ganzen Verzögerungen war’s inzwischen so spät, daß sogar die Elbbrücken schon wieder frei waren. Also ab Auffahrt auf die Wilh. Reichsstraße ging’s dann endlich mal ein bisschen schneller voran.
Epilog:
Liebe “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt”,
müsst ihr wirklich alles gleichzeitig reparieren? Oder macht ihr das extra? Ich hab den Eindruck, ihr WOLLT, daß wir täglich in einem Verkehrschaos jenseits aller Skalen stecken bleiben, um schön viel Sprit zu verbrauchen. Das kommt ja wohl hinten herum irgendwie auch euch zugute. Denkt ihr vielleicht mal ans Klima?
Wer jetzt argumentiert, ich solle doch mit der Bahn fahren. Das würde ich gerne tun, hätten sich dazu nicht schon eine große Menge anderer Normal-mit-Auto-zur-Arbeit-Fahrer entschlossen; dies führt bekanntermaßen unweigerlich dazu, daß selbst beim Einsteigen in die S-Bahn jedes Mal Stau entsteht. Und vom Sitzen in der Bahn kann man nur träumen. Könnte passieren, daß das Arbeitsplätze schafft. Ein-Euro-Jobber mit weißen Handschuhen, die Passagiere in die S-Bahn stopfen, damit wenigstens die Türen zugehen…
So… genug gemeckert. Bekommt das mal in den Griff, liebe Beamte der “Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt”. Das ist echt ‘ne Zumutung!
Wer heute aus dem Süden mit dem Auto in die Hamburger Innenstadt will, der ist besser beraten, Wolldecken und Verpflegung mitzunehmen. Es könnte eine lange Reise werden. Nein, die Strecken sind nicht länger geworden. Nur voller. Und warum? Weil die "Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt" wohl... naja, dafür gibt es eigentlich zwei Varianten: Entweder haben sie die Arbeiten an den Straßen aufgeschoben, bis es wirklich nicht mehr ging (den Eindruck hatte ich bisher nicht, jedenfalls hinterließen die Straßen noch keine bleibenden Schäden an meinem Auto), oder der Einschnitt hat Methode. Jedenfalls platzt Hamburg Süd zur Zeit vor Baustellen aus allen Nähten. Es fehlen nur noch wenige Hauptverkehrswege (S-Bahn und Wilhelmsburger Reichsstraße) und man kommt von Süden her überhaupt nicht mehr in die Innenstadt. Jedenfalls nicht an einem Tag.
Wie ich darauf komme? Nun, ich fahre jeden Montag Morgen von meiner lieben Lebensgefährtin nach Hamburg zur Arbeit. Und da stößt man so *maßlosuntertreibt* auf den ein oder andern kleinen Stau. Das fängt etwa höhe Hollenstedt an. Da ich darauf keine Lust habe, verlasse ich die Autobahn an der AS Hollenstedt und fahre richtung Tostedt, der ausgeschilderten Umleitung nach Hamburg folgend. Die nächste Verkehrsbehinderung folgt dann an der Kreuzung der B3/B75 nahe Trelde. Dort war wohl bis vor kurzem eine Baustelle; jedenfalls war die B3 zwischen Trelde und weiß ich wo bis mindestens letzten Montag (07.05.07) in Richtung Rade voll gesperrt. Der ganze Verkehr richtung Norden quälte sich also über die B75 richtung AS Dibbersen. Lustig war heute Morgen, daß zwar die Sperrung bereits aufgehoben war, jedoch scheint irgendjemand vergessen zu haben, die Linksabbiegerampel umzustellen. Die blieb permanent rot... Kleiner Hinweis am Rande: ist eine Ampel beim Heranfahren bereits rot (hat man das Umspringen nicht mitbekommen), so kann man nach ca. 3 Minuten Wartezeit davon ausgehen, daß die Anlage defekt ist und darf selbstverständlich unter größter Vorsicht und Rücksicht auf eventuellen Querverkehr (Verkehrszeichen sind zu beachten) die Fahrt fortsetzen, das Rotliche also missachten. Naja, jedenfalls standen wir da bestimmt 3 Ampelphasen, bis mein Vordermann mal merkte, daß da was nicht stimmt. Woraufhin wir unsere Fahrt also fortsetzten... Er fuhr geradeaus, ich bog links ab. Die letzten Wochen war ich gezwunge, die Umleitung über Dibbersen zu fahren, aber das grenzte an Selbstmord. Denn ab etwa Standort Obi bis hin zur AS Dibbersen war Stillstand bzw. Schrittgeschwindigkeit angesagt. Wie ich sagte, alles quälte sich über die AS Dibbersen. Ging ja nicht anders. Rade war ja baubedingt gesperrt.
Nachdem man dann erfolgreich die AS Dibbersen erreicht hat, kann man nur hoffen, daß man nicht weiter richtung Hamburg will. Das Maschener Kreuz ist ebenso perfekt verbaustellt, wie so viele andere Hauptverkehrswege.
Ich muss da zum Glück nicht richtung Hamburg, da ich ja erstmal nach Hause will. Also richtung Bremen rauf, nächste gleich wieder ab auf die A261 richtung Elbtunnel. Okay, A261 ist leer, also Feuer frei! Bis etwa Marmstorf. Ich hätte mich dann doch dafür entscheiden sollen, Marmstorf abzufahren, aber ich dachte mir, nun geht's gerade so schön voran... da bin ich ja über Heimfeld gleich daheim... Fataler Fehler!!!
Da der Elbtunnel ebenfalls eine riesige Baustelle ist, staut sich der Verkehr wohl bis Timbuktu zurück. Die A261 ist ab Marmstorf (nicht sichbar, da Stauenede zumeist hinter der Kurve) ebenfalls zum Parkplatz umgebaut, da auf der A7 richtung Norden auch alles steht. Man braucht von Marmstorf bis Heimfeld (ca. 2000m) ungefähr eine halb Stunde. Und auf die Idee zu kommen, die Standspur bis zur Ausfahrt entlang zu fahren, braucht man erst gar nicht, weil es so freundliche LKW Fahrer gibt, die es einem nicht gönnen, voranzukommen... Sie fahren dann einfach 'nen Meter weiter rechts rüber und schon geht's nichtmal mehr auf der Standspur voran... Saftsäcke, ehlendige!
Naja... Aaaaahhh... Zuhause. Okay, Kram ausladen, und wieder los zur Arbeit (keinen Bock, den Mist immer mitzuschleppen). Da ich festgestellt habe, daß man über die A1 (AS Harburg) ungefähr 20 Minuten einsparen kann, wenn man eine kleine Nebenstrecke nutzt (Georgswerder ab, dann richtung Veddel und wieder richtung Elbbrücken; sauber am Stau vorbei), dachte ich mir auch heute Morgen, fährste deine gewohnte Strecke. Und da bin ich dann innerlich explodiert: die "Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt" hat auch noch die AS Harburg zwecks Baustelle gesperrt. Also Wende machen und hinten anstellen um wieder auf die Wilh. Reichsstraße zu fahren...
So... und durch die ganzen Verzögerungen war's inzwischen so spät, daß sogar die Elbbrücken schon wieder frei waren. Also ab Auffahrt auf die Wilh. Reichsstraße ging's dann endlich mal ein bisschen schneller voran.
Epilog:
Liebe "Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt",
müsst ihr wirklich alles gleichzeitig reparieren? Oder macht ihr das extra? Ich hab den Eindruck, ihr WOLLT, daß wir täglich in einem Verkehrschaos jenseits aller Skalen stecken bleiben, um schön viel Sprit zu verbrauchen. Das kommt ja wohl hinten herum irgendwie auch euch zugute. Denkt ihr vielleicht mal ans Klima?
Wer jetzt argumentiert, ich solle doch mit der Bahn fahren. Das würde ich gerne tun, hätten sich dazu nicht schon eine große Menge anderer Normal-mit-Auto-zur-Arbeit-Fahrer entschlossen; dies führt bekanntermaßen unweigerlich dazu, daß selbst beim Einsteigen in die S-Bahn jedes Mal Stau entsteht. Und vom Sitzen in der Bahn kann man nur träumen. Könnte passieren, daß das Arbeitsplätze schafft. Ein-Euro-Jobber mit weißen Handschuhen, die Passagiere in die S-Bahn stopfen, damit wenigstens die Türen zugehen...
So... genug gemeckert. Bekommt das mal in den Griff, liebe Beamte der "Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt". Das ist echt 'ne Zumutung!